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Eichenprozesionsspinner

Thaumetopoea processionea

Vorkommen: In den Sommermonaten (ab ca. April) befällt die Raupe des Eichenprozessionsspinners Eichen und Weißbuchen.

Entwicklung:  Die Eigelege der Eichen-Prozessionsspinner von 100 bis 200 Stück bestehen aus etwa einem Millimeter großen weißen Eiern. Sie werden an meist älteren Eichen im Kronenbereich an dünneren Zweigen und anderen glatten Rindenstellen in Form einer länglichen Platte abgelegt und durch Afterschuppen und Sekret getarnt. Der Embryo entwickelt sich noch im Herbst zur fertigen Jungraupe, die dann im Ei überwintert und Anfang Mai schlüpft. Die Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung und werden bis zu fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. Die älteren Raupen ziehen sich tagsüber und zur Häutung in Raupennester (Gespinste), die bis zu einem Meter lang werden können, am Stamm oder in Astgabelungen von Eichen zurück. Ab dem dritten Stadium entwickeln sich bei den Larven Gifthärchen (Setae) mit Widerhaken, die ein Nesselgift, das Thaumetopoein, enthalten.

Schadwirkung: Die Raupen ernähren sich von den Blättern ihrer Wirtsbäume. Sie fressen die gesamte Gewebefläche der Blattspreite, und verschmähen lediglich die Mittelrippe und stärkere Seitenrippen des Blattes. Sie gelten als Schädlinge, da sie Lichtungs- oder Kahlfraß verursachen. Bei mehrjährigem starkem Auftreten kann der Baum direkt oder durch Folgeerscheinungen geschädigt werden. Natürliche Feinde des Eichen-Prozessionsspinners sind Wanzen, Schlupfwespen, Raupenfliegen und räuberische Käfer wie zum Beispiel der Puppenräuber.

Die Schadwirkung für den Menschen stellen die Nesselhaare da, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen.

Bekämpfung: Bis Anfang Mai können die ersten Larvenstadien vorbeugend mit Neem- oder bacillus thuringiensis-haltigen Produkten, durch das Bespritzen der befallenen Eichen behandelt werden. Nach dieser Zeit können die Nester nur durch ein aufwendiges und kostenintensives Absaugverfahren bekämpft werden, da selbst nach der Abtötung der Larven in den späteren Stadien die Nesselhaare bleiben und weiterhin, selbst über Jahre hinweg, allergische Reaktionen auslösen können.

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