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Heißluft im Holzschutz

Das Heißluftverfahren zur Bekämpfung holzzerstörender Insekten wird in Deutschland seit den dreißiger Jahren in großem Umfang durchgeführt. Hierbei steht die Bekämpfung des Hausbockes im Dachstuhlbereich im Vordergrund.Offiziell ist dieses Verfahren anerkannt und in die DIN 68 800, Teil 4 mit aufgenommen worden. Das Verfahren wird nicht nur in Wohn- und Lagerhäusern angewandt, sondern auch bei Kunsthochbauten, wie z.B. Kirchen und Kapellen.Die Bedingung für eine erfolgreiche Bekämpfung der Insekten ist eine Erwärmung des Holzes auf 55 ° C für 60 Minuten, wobei die thermisch ungünstigste Stelle, die Mitte des Holzes, als Meßpunkt genommen wird.
Um diese Temperatur zu erreichen, wird erwärmte Luft bis 120 ° C durch unsere Heißluftaggregate von außerhalb in die Dachkonstruktion geblasen. Hierbei entsteht ein leichter Überdruck, der die Wärme gleichmäßig verteilt und Undichtigkeiten kompensiert. Die Dauer der Behandlung hängt ab von der: 

  • Konstruktion des Dachstockes
  • Querschnitt und Art des Holzes
  • der Dichtigkeit des Daches
  • der Außentemperatur und der
  • Windgeschwindigkeit 

Im Allgemeinen werden zwischen 5 und 12 Stunden angesetzt, danach ist der Dachraum wieder benutzbar.

Die Vorteile der Heißluftbehandlung liegen darin, daß keine giftigen Wirkstoffe oder brennbaren Lösemittel verwendet werden. Eine Gefährdung durch die Entstehung explosiver oder brennbarer Luftgemische ist nicht gegeben. Auch eine von der Behandlungstemperatur ausgehende Brandgefahr des Holzes kommt nicht in Frage, da die Entzündungstemperatur weit über der tatsächlich erreichten Temperatur liegt.
Bei Heißluftbehandlungen ist ein Entfernen des befallenden Holzes nicht zwingend notwendig und es entfallen die Materialverluste und Erschütterungen, die bei der Anwendung von chemischen Holzschutzmethoden unumgänglich sind.Schäden am Bauwerk durch die Heißluftmaßnahmen sind in der Regel nicht zu befürchten.- Es versteht sich aber von selbst, daß nicht hitzebeständige Beschichtungen und Installationen wie z.B. elektrische Leitungen, Schaltkästen aus Kunststoff usw., vor der Hitzeeinwirkung geschützt werden müssen. In den meisten Fällen genügt das Abdecken mit Jutesäcken.Das Heißluftverfahren ist bei fachgerechter Anwendung durchaus zur Behandlung von historischen Gebäuden geeignet. Es kann mit einer chemischen Holzschutzbehandlung kombiniert werden, wobei man eine Beschränkung auf die Bohrlochtränkung gefährdeter Bauteile festlegt, oder einen vorbeugenden Oberflächenschutz mit Borsalzlösung gesamthaft aufbringt.

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